Nachhaltigkeit in der Lieferkette – DIVO
Wenn der Kunde nach mehr fragt als nach dem Preis
Wir beliefern Kunden aus der Lebensmittelindustrie, die an ihre Lieferanten sehr hohe Anforderungen stellen. Bevor die erste Palette DIVO Olivenöl extra vergine das Lager verließ, ging es nicht nur um Preis und Menge: Lieferantenfragebogen, unterschriebener Verhaltenskodex, GFSI-Zertifikate und Lieferung auf Hygienepaletten.
Für einen kleinen Wiener Importeur war das ein Test. Wir haben ihn bestanden – und wir sehen diese Standards nicht als Pflichtübung. Wir übernehmen sie als unsere eigenen und wollen sie Schritt für Schritt weiter ausbauen.
Welche Standards unsere Kunden setzen
Moderne Lebensmittelhersteller betreiben Nachhaltigkeit nicht als Marketingkapitel, sondern als Betriebstechnik mit Zahlen. Bei unseren Kunden sehen wir unter anderem:
- Energie: Strom zu 100 % aus erneuerbaren Quellen, eigene Photovoltaik-Anlagen, Wärmerückgewinnung.
- Verpackung: neu entwickelte Verpackungen, die jedes Jahr Tonnen an Kunststoff und Karton einsparen.
- Kreislauf: Mehrweg-Transportbehälter und Hygienepaletten statt Einwegmaterial.
- Rohstoffe: lückenlose Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprung.
Wer an solche Kunden liefert, muss in ihr System passen – bei Qualität, Dokumentation und Umweltverantwortung.
Wie wir die Lieferantenfreigabe bestanden haben
Im August und September 2025 haben wir den kompletten Freigabeprozess durchlaufen:
- Lieferantenstammblatt und Lieferantenfragebogen unseres Kunden ausgefüllt.
- Den Verhaltenskodex (Code of Conduct) unterschrieben und gestempelt.
- Die Zertifikate unseres Produzenten vorgelegt: IFS Food, BRCGS, ISO 22000, ISO 9001 und HACCP.
- Lieferung auf H1-Hygienepaletten zugesagt – Mehrwegpaletten, die bei Anlieferung direkt getauscht werden.
Seit Ende 2025 liefern wir regelmäßig – rund 3.000 Liter Olivenöl pro Jahr an einen einzigen Industriekunden.
Der Produzent dahinter: Basso, seit 1904
DIVO wird von Basso Fedele & Figli in Kampanien abgefüllt, einem Familienbetrieb in fünfter Generation. Beim unangekündigten Audit im November 2025 erreichte Basso IFS Food Higher Level mit 98,41 % und BRCGS Grade AA+.
Auch Basso hat sich messbare Umweltziele gesetzt: mehr Recyclingglas in der Abfüllung, ein Anteil selbst erzeugter Energie und mindestens die Hälfte des Öls von Lieferanten mit erweiterten Nachhaltigkeitsprüfungen. Diese Ziele sind an eine nachhaltige Anleihe gekoppelt – werden sie erreicht, sinkt der Zinssatz. Nachhaltigkeit ist hier also direkt mit der Finanzierung verknüpft.
Unser eigener Beitrag: weniger Fahrten, zweites Leben für Kartons
Wir sind ein kleines Team ohne eigene Fabrik. Unser Hebel ist die Logistik – und dort setzen wir an zwei Stellen an:
- Gebündelte B2B-Lieferungen. Statt monatlich liefern wir den Bedarf für 2–3 Monate auf einmal. Das spart LKW-Fahrten und hält den Preis für unsere Kunden länger stabil.
- Wiederverwendete Versandkartons. Unser Büro liegt in einem Wiener Business-Center. Die Nachbarfirmen dort bekommen täglich Lieferungen – und die Kartons landeten bisher im Altpapier. Heute sammeln wir intakte Kartons bei unseren Nachbarn ein und verschicken darin DIVO an unsere Endkunden. Ein Karton bekommt so ein zweites Leben, und wir kaufen weniger neues Verpackungsmaterial. Das Programm wollen wir auf weitere Nachbarn und Partner ausweiten.
Das ist keine Revolution. Aber es ist die Logik, die wir mit unseren Kunden teilen und weiter ausbauen wollen: Transportverpackung ist eine Ressource, kein Abfall.
Fazit
Nachhaltigkeit beginnt nicht beim Etikett, sondern bei der Frage, welche Standards man in seiner Lieferkette akzeptiert. Unsere Kunden setzen die Messlatte hoch – wir haben sie erreicht und wollen sie in unserem eigenen Betrieb weiter anheben.
Sie beziehen Olivenöl für Produktion, Gastronomie oder Handel und brauchen vollständige Lieferantenunterlagen? Schreiben Sie uns an sales@amalphis.at – Zertifikate, Spezifikationen und Verhaltenskodex liegen bereit.